Inseln

Oahu – das Herz von Hawaii

Hawaii ist eine Region im pazifischen Ozean, die sich aus einer Gruppe von Inseln und den zwischenliegenden Gewässern zusammensetzt. Daher heißt das Areal ebenfalls Hawaii-Archipel. Die Inselgruppe wird von acht Hauptinseln geprägt. Eine dieser acht Inseln ist Oahu. Auf ihr liegt die pulsierende Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii: Honolulu.

Die Sammelstelle im Staat Hawaii

Ein englischer Beiname für die Insel Oahu lautet „The gathering place“, was auf Deutsch „der Sammelpunkt“ bedeutet. Oahu ist die drittgrößte Insel im Hawaii-Archipel. Ihre Gesamtfläche umfasst etwa 1.557 Quadratkilometer. Einen Großteil der Inselfläche nimmt die Hauptstadt Honolulu ein. Das Eiland ist rund 64 Kilometer lang und misst in der Breite nur etwa 42 Kilometer. Knapp eine Million Bewohner sorgen dafür, dass Oahu das wirtschaftliche Zentrum von Hawaii bildet. Das sind immerhin dreiviertel der gesamten Bevölkerung des kompletten amerikanischen Bundesstaates.

Ungekünstelter und weltoffener Mittelpunkt Hawaiis

Zwei Vulkane bestimmen das äußere Erscheinungsbild der hawaiianischen Insel Oahu. Ein breiter Sattel verbindet die beiden Berge namens Waianae und Koolau. Der höchste Punkt der Insel liegt auf dem Verbindungssattel. Es ist der Berg Kaala, der 1.220 Meter über den Meeresspiegel hinausragt. Der längste Fluss auf Oahu ist der Anahulu River. In der quirligen Hauptstadt Honolulu gibt es alles, was das Herz erholungssuchender und abenteuerlustiger Urlauber begehrt. Imposante Denkmäler und naturbelassene Sehenswürdigkeiten, eine kreative Kunst- und Kulturszene sowie feudale Läden ziehen jedes Jahr unzählige Touristen in ihren Bann. Die weit ausgedehnte Stadt Honolulu erstreckt sich über die südöstlichen Ufer der Insel. Sie reicht von Pearl Harbor über Waikiki bis hin zu Makapuu Point. Die Küstenlinie von Oahu misst 336 Kilometer. Außerhalb der Hauptstadt bauen die Inselbewohner Plantagen mit Ananasfrüchten und Zuckerrohr an. Trotz der nennenswerten landwirtschaftlichen Erträge ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftsfaktor.

Wissenswertes über die Geschichte von Oahu

Die historische Entwicklung der Insel Oahu hat entscheidenden Einfluss auf ganz Hawaii. Im Jahr 1795 eroberte König Kamehameha I. mit seinen Truppen in der legendären Schlacht bei den Klippen des Nuuanu Pali Aussichtspunktes das Eiland. Im Folgenden vereinte er 1810 die hawaiianischen Inseln und brachte sie erstmals unter eine einzelne Herrschaft. Auf den ersten König folgten insgesamt sieben weitere Monarchen, die Hawaii regierten. Selbst heute können Inselgäste noch die königliche Sommerresidenz „Queen Emma Summer Palace“ besichtigen. König Kamehameha der IV. und seine Gemahlin Emma pflegten in Honolulu zu residieren. Ein weiteres majestätisches Bauwerk ist der Iolani Palast, den König Kalakaua erbaute. Die letzte regierende Monarchin der Inselgruppe war Königin Liliuokalani, die amerikanische Putschisten im Jahr 1893 stürzten. Im Jahr 1989 wurde der Archipel offiziell zu einem Teil der Vereinigten Staaten von Amerika.

Maßgebliche Veränderungen im 19. Jahrhundert

Christliche Missionare gewannen im Laufe des 19. Jahrhunderts an Kraft. Bis heute erinnern historische Kirchen wie die Kawaiahao Church an die aufkeimende Wertschätzung des Christentums. Zur selben Zeit strömten westliche Ansiedler auf die Insel, die beim Walfischfang und auf den Ananas- und Zuckerrohrplantagen Arbeit fanden. Der Aufschwung des Handels und der Landwirtschaft bescherte Plantagenbesitzern gegen Ende des 19. Jahrhunderts sogar einen Arbeitskräftemangel. Als Konsequenz trafen Einwanderer aus aller Herren Länder wie China, Portugal, Russland und den Philippinen auf Oahu ein, um hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Seither besteht die hawaiianische Bevölkerung aus einem vielfältigen ethnischen Mix.

Im 20. Jahrhundert boomt der Tourismus

In 1901 eröffnet das Moana Hotel und empfängt am Strand von Waikiki die ersten Gäste. Seit dem frühen 20. Jahrhundert entwickelt sich die Landwirtschaft zurück und der Tourismus gewinnt an Bedeutung. Als ältestes Hotel von Hawaii, das bis heute in Betrieb ist, gilt das Westin Moana Surfrider. 1926 eröffnete der Aloha Tower. Er war vier Jahrzehnte lang das höchste Gebäude auf Hawaii.

Geschichtlich bedeutungsvoller Angriff

Der Hafen Pearl Harbor auf Oahu wurde am 7. Dezember 1941 von der japanischen Marine attackiert. Als Konsequenz traten die Vereinigten Staaten von Amerika in den Weltkrieg ein. Den japanischen Kräften gelang es bei dem Überraschungsangriff, der pazifischen US-Flotte erheblichen Schaden zuzufügen. Sie zerstörten und beschädigten zwölf amerikanische Kriegsschiffe sowie 188 Flugzeuge. Der Angriff kostete 2.403 amerikanischen Soldaten und 68 Zivilisten das Leben. Auf Oahu zeugen etliche Monumente von der faszinierenden Vergangenheit der Insel.

Die Anreise nach Oahu

Reise nach Oahu

Die meisten Besucher der hawaiianischen Insel Oahu reisen per Flugzeug an und landen auf dem internationalen Flughafen von Honolulu. Der Flughafen mit dem Code HNL liegt auf der Westseite des Eilands. Er ist ein essenzieller Knotenpunkt im Pazifik zwischen den USA und Asien. Für Reisende aus Europa gibt es aufgrund der großen Entfernung im Prinzip keine Direktflüge nach Honolulu. Zwischenstopps auf dem amerikanischen Festland, beispielsweise in San Francisco oder Los Angeles oder in Asien, oftmals in Tokio oder Korea, sind üblich. Europäer, die auf der traumhaften Insellandschaft Urlaub machen möchten, müssen sich auf eine Reisezeit von circa 20 Stunden einstellen. Im Januar des Jahres 2011 landete ein Airbus Typ A340-600 der Lufthansa als Charterflug, der in München gestartet war, ohne Zwischenstopp auf dem Flughafen von Honolulu. Die Lufthansa wertet diesen Flug wird als Rekordflug. An der regulären Tagesordnung sind nachstehende Beispiele für Flugverbindungen nach Oahu:

Abflughafen Zwischenstopp Flugdauer Airline
Düsseldorf (DUS) Tokio (NRT) 23 h All Nippon Airways (ANA)
Frankfurt (FRA) Seoul (ICN) 27 h Korean Air
München (MUC) Tokio (HND) 24:35 h Lufthansa/Hawaiian Airlines
London (LHR) New York (EWR) 29:59 h United Airlines
Amsterdam (AMS) Seoul (ICN) 25:10 h Korean Air/Asian Airlines
Paris (CDG) Seoul (ICN) 24:30 h Korean Air

Um nach Hawaii einreisen zu dürfen, muss jeder Passagier – gleich welcher Herkunft – ein Formular ausfüllen, in welchem er bestätigt, ob und falls ja welche Tiere und Pflanzen er im Gepäck mitführt. Diese Maßnahme dient zum Schutz der unvergleichlichen und einmaligen Flora und Fauna auf Hawaii. Ebenso untersuchen die hawaiianischen Behörden bei der Ausreise jedes Gepäckstück auf Pflanzen und Tiere, um eine illegale Ausfuhr zu verhindern.

Einen Inlandsflug wählen

Manche Urlauber möchten in ihrer freien Zeit mehr als nur eine hawaiianische Insel erkunden. Dazu bieten sich die verfügbaren Inlandsflüge von und nach Honolulu an. Es gibt regelmäßige Verbindungen zu den nachstehenden anderen Eiländern:

  • Kauai – Flughäfen Lihue (LIH) und Port Allen (PAK),
  • Maui – Flughäfen Kahlului (OGG), Kapalua (JHM) und Hana (HNM),
  • Molokai – Flughäfen Kalanpapa (LUP) und Molokai (MKK),
  • Lanai – Flughafen Lanai (LNY),
  • Hawaii – Flughäfen Waimea (MUE), Kona (KOA), Hilo (ITO) und Upolu (UPP)

Kreuzfahrt nach Hawaii

Wer von Deutschland oder Europa aus nicht nach Oahu fliegen möchte – zum Beispiel Passagiere mit Flugangst oder thrombosegefährdete Reisende – hat nur die Alternative, eine Kreuzfahrt für die Umrundung der Erdkugel zu buchen. Für eine solche Kreuzfahrt brauchen Touristen allerdings enorm viele freie Tage. Von Japan oder Australien aus erreichen Schiffe Hawaii nach sieben bis acht Tagen Fahrt auf dem Pazifik. Von Hamburg aus sind Reisende elf Tage bis nach New York unterwegs. Weiter bis nach Vancouver gibt es Kreuzfahrten, die bis zu 28 Tage lang cruisen. Von Vancouver bis Honolulu sind es noch einmal durchschnittlich elf Tage an Bord. Eine andere und schnellere Möglichkeit, auf dem Wasserweg nach Hawaii zu reisen, sind Frachtschiffe. Etliche Containerschiffe haben einige Kabinen an Bord, die sie an Passagiere vermieten. Vorteilhaft sind die festen Fahrpläne, die die Linienschiffe in der Regel sehr pünktlich einhalten.

Das Wetter auf Oahu

Ko Olina Resort, Oahu

Die hawaiianische Insel Oahu gehört geografisch gesehen zu den Tropen. In Abhängigkeit der jeweiligen Inselseite unterscheidet sich das vorherrschende Klima spürbar. Im Osten und Norden der Insel regnet es häufiger. Im Westen und Süden hingegen ist es trockener. Der berühmte Strand Waikiki liegt an der Südküste Oahus und ist eine der regenärmsten Regionen der Insel. Hier fällt im Jahr nicht mehr als 560 mm an Niederschlägen. Der Grund dafür sind die Berge im Nordosten von Oahu. Sie fangen viele Regenwolken ab. Touristen freuen sich über die angenehme Wassertemperatur des Pazifiks. Sie liegt zwischen 24°C und 27°C. Obwohl es tropisches Gebiet ist, gab es in den vergangenen 200 Jahren nachweislich nicht mehr als drei starke Wirbelstürme auf Oahu.

Ferienunterkünfte auf Oahu

Die hawaiianischen Inseln sind eine begehrte Urlaubsdestination für Reisende aus aller Welt. Der Tourismus stellt einen einflussreichen Wirtschaftszweig dar. Aus diesen Gründen finden Gäste ein reichhaltiges Angebot verschiedener Ferienunterkünfte auf Oahu vor. Für jeden Geschmack und jedes Budget lässt sich ein passender Ort finden, um eine Weile auf der wunderschönen Vulkaninsel zu verbringen.

Aloha Feeling in Ferienhäusern oder –wohnungen auf Oahu

Die intensivste Art, einen fremden Ort als zu Hause zu empfinden, funktioniert durch die Anmietung einer Ferienwohnung oder eines ganzen Ferienhauses. Auf diese Weise erleben Inselbewohner auf Zeit, wie das Leben mit all seinen Facetten und Nebensächlichkeiten auf dem pittoresken Eiland abläuft. Ein Zuhause in der Ferne ist ideal für Familien, die mit mehreren Personen reisen. Gerade für Senioren und Kinder bieten Ferienwohnungen positive Annehmlichkeiten. Viele sind gut ausgestattet und verfügen unter anderem über

  • private Swimmingpools,
  • Sonnenliegen und –schirm,
  • Ausrüstungen zum Tauchen mit Schnorchel,
  • Surfbretter,
  • Fahrräder,
  • Golfschläger,
  • Hochstühle,
  • Kinderwagen wie Jogger,
  • Spielzeuge und Gesellschaftsspiele,
  • Babyschaukeln.

Damit Reisende nicht zu viel an Gepäck mitbringen müssen, sind fast alle Ferienhäuser außerdem ausgerüstet mit

  • Handtüchern, auch Geschirrtüchern und Bettwäsche,
  • Gewürzen,
  • Kaffee und Tee,
  • Shampoos und Seifen,
  • Geschirrspülmittel und Waschmittel.

Genaue und detaillierte Beschreibungen finden Interessenten bei der Buchungsanfrage in einschlägigen Katalogen aus dem Reisebüro oder auf Webseiten, über die sie zugleich eine direkte Onlinereservierung vornehmen können. Exklusive Häuser, in denen zum Teil ein Mindestaufenthalt von sieben Nächten vorgeschrieben ist, bieten Feriengästen unvergessliche Ausblicke über

  • den türkisfarbenen Pazifik,
  • wunderschön angelegte Golfplätze,
  • die einmalige Vulkanberglandschaft oder
  • ein faszinierendes Denkmal oder Naturschauspiel.

Moderne Ferienhäuser sind für den Kontakt mit der gesamten Welt teils mit Computern oder Laptops, Internetzugang und sogar Druckern ausgerüstet. So können Urlauber bequem und schnell daheimgebliebene Verwandte oder Freunde mit aktuellen Fotos und Nachrichten versorgen. Bei der Buchung einer etwas abseits gelegenen Ferienwohnung besteht die Option, vergleichsweise preiswert einen Mietwagen hinzu zu kaufen.

Komfortable Resorts und Hotelanlagen auf Oahu lassen keine Wünsche offen

Nur wenige Urlaubsziele bieten wie die Inseln Hawaiis die Chance, unmittelbar an einem feinsandigen, weißen Traumstrand wohnen zu können. Strandhotels und Beach Resorts erfreuen sich daher besonderer Beliebtheit. In den nachfolgenden Hotelbeispielen fühlen Touristen sich ausgesprochen wohl:

  • Pacific Beach Hotel, Honolulu
    Das Haus ist kürzlich komplett renoviert worden und überzeugt mit hellen, freundlich eingerichteten Zimmern. Das Hotel liegt direkt am Strand von Waikiki. Zahlreiche Besucher zieht es statt zur gepflegten Poollandschaft an den bezaubernden Strandabschnitt. Kleinere Kaufhäuser, Läden und Restaurants erreichen Urlauber unbeschwert und mühelos zu Fuß.
  • The Royal Hawaiian, Honolulu
    Luxus pur erwartet Hawaii-Urlauber in diesem berühmten, rosafarbenen Hotelpalast. Das Haus besticht mit einzigartiger Nostalgie. Das herrschaftliche Ambiente und die großzügig gestalteten Räume können ohne weiteres mit neuzeitlichen, schickeren Hotels mithalten. Die Architektur des Hotels besitzt einen individuellen Charakter und zeitlose Eleganz. Professionell agierendes Personal verwöhnt die Hotelgäste und sorgt für ein wohliges, heimeliges Gefühl.
  • Four Seasons Resort Koolina, Kapolei
    Die Zimmer des Resorts haben sensationelle Ausblicke auf den Ozean. Die zum Haus gehörende Gartenanlage ist hervorragend gepflegt. Aufmerksames Personal liest den Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Die Räume werden zweimal täglich gereinigt. In diesem Hotel lassen sich Reisende buchstäblich von A bis Z verwöhnen und genießen den Aufenthalt auf der paradiesischen Insel Oahu.

Campingurlaub auf Oahu

Wer die Natur liebt und auf Komfort und Massentourismus verzichten möchte, findet auf Oahu einige Campingmöglichkeiten. Die vorhandenen Plätze sind zumeist in Parks integriert: Im Ahupuaa O Kahana State Park gibt es zehn Zeltplätze. Die Keaiwa Heiau State Recreation Area bietet insgesamt vier Campingplätze. Auf einigen Plätzen finden Gäste überdachte Pavillons und Grillstätten vor. Individualurlauber nutzen diese Unterkunftsmöglichkeiten, um auf Oahu zu wandern oder unbegrenzt in Strandnähe zu verweilen.

Aufsehenerregende Sehenswürdigkeiten auf Oahu

Es sind nicht zuletzt die vielen unterschiedlichen kulturellen Einflüsse, die Oahu zu einem kunterbunten und abwechslungsreichen Schmelztiegel machen. Städtische Gemeinden grenzen an Dörfer und ländliches Leben, so dass Einwohner wie Urlaubsgäste von dem besten aus beidem profitieren. Oahu hat unzählige Freizeitbeschäftigungen im Angebot. Ob Bergwandern, Tiefseeangeln, Schwimmen mit Delfinen oder Sonnenbaden an tropischen Sandstränden: Auf Oahu ist für jeden etwas Tolles dabei. Außerdem vermitteln etliche bedeutsame Gebäude, Naturspektakel oder Denkmäler, deren Besuch lohnend ist, einen Einblick in die fantastische Inselgeschichte. Einige Sehenswürdigkeiten, die Hawaii-Urlauber nicht verpassen sollten, sind:

Die Ostküste Oahus/Oahu North Shore

An der Ostküste von Oahu liegt die Hanauma Bucht. Sie ist eines der absolut eindrucksvollsten Reviere zum Tauchen mit Schnorchel auf Hawaii. Das Pazifikwasser verhält sich in der Bucht äußerst seicht. Ein der Hanauma Bay vorgelagertes Riff bedingt, dass der Wellengang eher schwach ist. Somit eignet sich die Bucht erstklassig für unerfahrene Schwimmer, Kinder und Anfänger des Tauchens mit Schnorchel. Bunte Fische wimmeln im türkisblauen Wasser der Bucht umher. Gäste können gut nachvollziehen, dass in früheren Zeiten der Zugang zu dieser wunderschönen Bucht nur den Königen und Adeligen vorbehalten war. Inzwischen dürfen alle Menschen die bezaubernde Bucht genießen. Damit der boomende Tourismus dem Naturspektakel keinen Schaden zufügt, wurde das Areal im Jahr 1967 zu einem Naturreservat erklärt. Nur 2.000 Personen dürfen pro Tag das geografische Naturschauspiel aufsuchen. Diese Begrenzung ist zum Erhalt der Bucht äußerst wertvoll. Eine weitere Maßnahme ist, dass sich jeder Besucher der Bucht verpflichtet, ein zehnminütiges Video über die Entstehung und richtige Verhaltensregeln zum Schutz der Natur anzuschauen. Da der Zugang zur Hanauma Bay durch eine Kasse geregelt wird, empfiehlt es sich, bereits früh morgens anzukommen. In den Vormittagsstunden kann es bereits zu längeren Wartezeiten kommen. Wenn der Andrang zu groß wird, schließen die Mitarbeiter gelegentlichen zeitweise den angegliederten Parkplatz. Wer zu spät kommt, muss dann unter Umständen weiter fahren und eine andere Attraktion ansteuern.

Die Dole Plantage

Ein kleiner Trip zurück in die Vergangenheit mit bombastischen Aussichten über die Insel und dem Erleben einer einmaligen Natur bietet die Dole Plantage. Inmitten der Insel Oahu liegt diese faszinierende Ananasplantage. Weil es so viel spannendes zu sehen gibt, kommen jedes Jahr fast eine Million Besucher hierher. Der weit ausgedehnte Plantagenkomplex vermittelt einen lebhaften Eindruck der täglichen Routinen von Ananas-Anbauern. Die Plantage spielt seit langem für die Inselbewohner von Oahu eine wirtschaftlich große Rolle. Ausnehmende Anziehungskraft übt das Ananaslabyrinth aus. Der Irrgarten ist sogar als der Erde größtes Labyrinth im Guiness-Buch der Rekorde vermerkt. Seine Fläche erstreckt sich über mehr als zwei Morgen Land. Hier gedeihen insgesamt mehr als 14.000 verschiedene hawaiianische Pflanzenarten. Der Weg durch das Labyrinth ist knapp vier Kilometer lang. Er ist ein richtiges Puzzle, das die Besucher lösen müssen. Es gibt zahlreiche Sackgassen und falsche Abzweigungen. Wer nicht in der Stimmung für ein Puzzlespiel ist, kann an einer geführten Tour teilnehmen. Die Führungen zeigen unter anderem, wie verschiedene Ananasfrüchte gepflückt, weiterverarbeitet und für den Verkauf verpackt werden. Besucher der Dole Plantage, die überhaupt nicht zu Fuß unterwegs sein möchten, fahren mit dem Ananas Express. Die Mini-Eisenbahn befördert Gäste durch die schönen Ananas-Felder. Die Rundfahrt dauert etwa 20 Minuten. Währenddessen erfahren die Teilnehmer interessantes über den Gründer der Plantage, James Dole, und die Entstehungsgeschichte seines Imperiums.

Diamond Head 200 W

Waikiki hat nicht allein durch seinen atemraubenden Sandstrand seine Popularität erreicht. Hawaii-Urlauber, die hierher reisen, kommen um einen Ausflug zum Diamond Head, zu Deutsch Brillantkopf, nicht herum. Bei dem Kopf handelt es sich um einen erloschenen Vulkankrater. Dieser gilt als das Wahrzeichen von Waikiki schlechthin. Das US-Militär kaufte das Gelände im Jahr 1904. Vom Gipfel des Kraters aus können Besucher die gesamte Südküste der Insel Oahu überblicken. Ein guter Grund, hier eine militärische Stellung einzurichten. Bis heute zeugen Schießstellungen und unterirdische Gänge von den vormaligen militärischen Aktivitäten. Die Südspitze des Kraters liegt 230 Meter hoch. Um den Kessel zu umwandern, planen Urlauber eineinhalb bis zwei Stunden Zeit ein. Gäste, die in Waikiki eine Herberge bezogen haben, erreichen die Stätte nach einer kurzen Auto- oder Busfahrt mit der Linie 23. Vom Parkplatz beziehungsweise der Haltestelle geht es dann per Pedes weiter. Weil es auf dem Diamond Head so gut wie keinen Schatten gibt, sollten Besucher frühzeitig am Tag zu der Tour aufbrechen. Über Mittag kann es oben sowohl sehr warm als auch recht voll werden. Auch die späteren Nachmittage eignen sich bestens für die Wanderung.

Die Stadt Honolulu und Waikiki Beach

Seit 1850, dem Jahr indem Honolulu auf Oahu anstelle der Stadt Lahaina auf Maui zur Hauptstadt deklariert wurde, ist die Siedlung ein entscheidender Angelpunkt im Pazifik und das unangefochtene Zentrum Hawaiis. Täglich landen hunderte von Lang- und Kurzstreckenflügen auf dem Internationalen Flughafen. Die Fläche von Honolulu weitet sich beinahe über den gesamten südlichen Teil der Insel Oahu aus. Honolulu ist eine zeitgenössische Hauptstadt mit gut befahren Autobahnen und fortschrittlichen Hochhäusern. Der Charme einer idyllischen Tropenstadt eröffnet sich direkt im Stadtzentrum der Metropole nicht. Vielmehr herrscht ein quirliges urbanes Treiben, das amerikanisches Großstadtflair versprüht. In Sachen Kultur hat Honolulu viel zu bieten. Theater, Musik und Kunst unterhalten die Einwohner wie Gäste gleichermaßen.

  • Exotisches Ambiente in China Town

Etliche amerikanische Metropolen haben eine China Town – so auch Honolulu. Der kleine aparte Stadtteil befindet sich unweit des Hafens. Kompakte Läden locken mit seltenen Waren, urige chinesische Restaurants mit fremdländischer Küche. Sogar buddhistische Tempel sind hier vorhanden. Besonders lebendig ist die Kunstszene, die sich hervorragend in den chinesischen Charakter des Viertels integriert.

  • Massenkompatibles Waikiki

Der Ort Waikiki ist mit seinen Ausmaßen von zwei Kilometern Länge und 750 Metern Breite flächenmäßig nicht mehr als ein Dorf. Als in den 1960er Jahren die ersten wahren Touristenströme hier ankamen, konnten Hotels nur nach oben gebaut werden. Manche Besucher stören die Gebäude nicht, andere finden die Skyline überhaupt nicht reizvoll. Trotz alldem ist der Strand von Waikiki der sicherste und beste zum Erlernen des Surfens. Anfänger kommen mit den Wellen zumeist gut klar und freuen sich über rasche erste Erfolge. Weil Surfen hier die Hauptbeschäftigung Nummer eins ist, kann sich jeder direkt am Strand ein Brett mieten – und sollte es einfach tun, ob mit oder ohne Erfahrung.

Waikiki Beach

Turbulentes Treiben an Waikiki Beach

Geschichtsträchtiges Pearl Harbor

Touristen, die sich für Geschichte begeistern, sollten die lehrreiche Chance, einen realen Schauplatz der US-amerikanischen Kriegshistorie besuchen zu können, nicht versäumen. Die zentrale Lage im Pazifik hat Hawaii früh zu einem wichtigen strategischen Militärstützpunkt qualifiziert. Zudem liegt der Binnenhafen geschützt. Ein öffentliches Denkmal ist ein gesunkenes Schlachtschiff, zu dem Bootstouren führen. Ein Besucherzentrum präzisiert historisch relevante Informationen.