Inseln

Maui – Surfer Hot Spot und Liebling der Taucher

Die Insel Maui gehört dem US-amerikanischen Bundesstaat Hawaii an. Sie ist insgesamt die zweitgrößte Insel von Hawaii und die größte von Maui-County. Die Fläche des Eilands erstreckt sich auf rund 1.883 km². Maui liegt als Teil des hawaiianischen Archipels im Pazifischen Ozean.

Viele Namen für eine zauberhafte Region

Auf der Insel Maui leben vergleichsweise wenige Einwohner. Nicht nur aus diesem Grund ist sie bei vielen Touristen äußerst begehrt. Maui-Besucher erwarten und finden anspruchsvolle wie malerische Abwechslung und komfortable Annehmlichkeiten in den kleineren Ortschaften und stilvollen Hotels und Resorts. Aufgrund des pittoresken Erscheinungsbildes bezeichnen etliche Gäste Maui als „die magische Insel“ von Hawaii. Durch Erosion entstand auf dem Eiland eine flache Landbrücke namens Isthmus. Die natürliche Brücke verbindet die westlichen Berge Mauis mit der Haleakala Bergregion. Die Brücke weist von den beiden Bergregionen aus betrachtet Ähnlichkeit mit einem Tal auf. Dieses Aussehen verschafft der Insel den alternativen Namen „Die Tal-Insel“, im englischen „The Valley Isle“. Die Bezeichnung „Maui“ entspringt dem Namen eines polynesischen Halbgotts. Der Halbgott soll der Legende nach den Menschen das Feuer gebracht haben.

Maui

Weitreichender Panoramablick vom Gebirge auf Maui mit herrlich azurblauem Himmel.

Idyllische Insel mit Historie

Spektakuläre Küstenabschnitte, unvergleichliche Vulkankrater und feine Sandstrände prägen das Erscheinungsbild der Insel Maui. Als zweitgrößtes Eiland der Inselgruppe Hawaii war sie lange Zeit der Sitz des früheren hawaiianischen Königreiches. Bevor im Jahre 1845 die Regentschaft nach Honolulu verlegt wurde, spielte Mauis Hauptstadt Lahaina eine bedeutsame Rolle. Die Vulkane der Insel definieren ihre äußere Erscheinung bis heute – und das bereits seit circa zwei Millionen Jahren. Im Westen ragt der historische, etwa 1.764 Meter hohe Berg Puu Kukui auf. Er ist im Laufe von vielen Jahrtausenden stark erodiert, doch immer noch ein Wahrzeichen des westlichen Teils von Maui. Im Osten erhebt sich das Gegenstück. Der jüngere Berg Haleakala formt „erst“ seit circa einer Million Jahre den größeren Bereich der Insel Maui. Er misst stolze 3.055 Meter. Zwischen den Bergen ist die Insel durch ihre schmalste Stelle verbunden. Das fruchtbare Tal trägt den Namen „Central Maui“. Vom Kahului Hafen im Norden Mauis bis zur Maalaea Bucht im Süden beträgt die Distanz gerade einmal 15 Kilometer. Von der Insel Hawaii ist Maui durch den Alenuihaha Kanals abgetrennt.

Tropische Temperaturen auf Maui

In den Wintermonaten bereiten Maui-Besuchern angenehme Tagestemperaturen zwischen 18°C und 27°C viel Vergnügen. Generell herrscht auf der Insel das ganze Jahr über ein beständiges, tropisches Klima. Im Sommer klettern die Temperaturen von 23°C schon mal bis auf 31°C an. Die Gipfelregion im Westen Mauis zählt zu den regenreichsten Orten der gesamten Erde. Dennoch variieren die Niederschlagsmengen wegen der Topographie der Insel enorm. In Kihei, einem Gebiet, das im Regenschatten des östlichen Haleakala liegt, fallen pro Jahr nicht mehr als 250 mm Niederschlag. Mit einer regenreichen Zeit müssen Touristen auf Maui zwischen November und März rechnen. Vom späten Sommer bis in den Herbst hinein ist auf der Insel eine Saison für Hurrikane. Auch tropische Winterstürme aus Südost, sogenannte „Pineapple Expresse“, kommen auf Maui vor.

Ananas, Zuckerrohr und Kaffee aus Maui

Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft der dominierende Wirtschaftszweig für die Einwohner der Insel Maui. Die fruchtbare Ebene zwischen den Gebirgsgipfeln im Westen und Osten bildet eine unendlich weite Fläche für Zuckerrohr- und Ananasplantagen. Eine ungewöhnliche Besonderheit beim Zuckerrohranbau ist das kontrollierte Abbrennen der bebauten Flächen kurz vor der Ernte. Der Geschichte nach beruht diese Tradition auf der Reaktion eines entlassenen Arbeiters einer Plantage. Er steckte aus Zorn die Felder seines Arbeitgebers in Brand. Dieser holte trotzdem im Anschluss an das Feuer die Ernte ein und stellte dabei fest, dass die Ausbeute des Zuckerrohrs noch besser ausfiel als üblich. Daher halten die Farmer noch immer an diesem Brauch fest. Die Asche, von den Einwohnern liebevoll als „Maui Schnee“ bezeichnet, gehört unverwechselbar zum alltäglichen Aussehen der nahegelegenen Ortschaften.

Anreise nach Maui

Die Insel Maui besitzt neben ihrer reizvollen tropischen Vulkanlandschaft vier bedeutsame Städte. Diese sind

  • Kahului,
  • Wailuku,
  • Kihei und
  • Lahaina.

Um den Zauber der bildhübschen Strände und urigen Städte selbst erleben zu können, müssen Maui-Urlauber von Deutschland aus zunächst eine längere Reise auf sich nehmen. Die reine Luftlinie zwischen München und Maui beträgt fast 12.260 Kilometer. Aufgrund dieser erheblichen Distanz gibt es keine direkten Flugverbindungen, die deutsche Gäste nonstop nach Hawaii bringen. Die Flugzeit beträgt durchschnittlich mindestens 18 Stunden. Eine Zwischenlandung ist demnach unvermeidlich. Viele Reiserouten haben mehr als einen Stopp im Plan. Beispielhafte Reiseverbindungen sind:

Abflughafen 1. Stopp 2. Stopp Zielflughafen Reisezeit Airline
Frankfurt/FRA Kopenhagen/CPH San Francisco/SFO Kahului/OGG 23:35 h SAS
Berlin/TXL London/LHR Seattle/SEA Kahului/OGG 21:53 h BA/AA
Düsseldorf/DUS München/MUC Los Angeles/LAX Kahului/OGG 23:25 h LH

Eine gute Option für deutsche Touristen ist die Fluganreise vom benachbarten internationalen Flughafen in Amsterdam, Niederlande. Wer vergleichsweise bequem von Schiphol aus starten kann, freut sich über eine einzige Reiseunterbrechung, die häufig entweder über Seattle/SEA führt oder in Los Angeles/LAX in den USA stattfindet. Die gesamte Reisedauer verringert sich durch einen Abflug aus Amsterdam um circa 90 Minuten.

Dem Jetlag ein Schnippchen schlagen

Der Zeitunterschied zwischen dem Archipel Hawaii und Deutschland beträgt zwölf Stunden. Die Zeitumstellung nach der Hinreise ist für viele Fluggäste wegen der Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub ein vergleichsweise geringes Problem. An den prächtigen Sandstränden von Maui, von denen Reisende wiederholt einige zur den schönsten Stränden der Erde gekürt haben, lockt eine wohltuende Zeit der Regenerierung und Entspannung. Es fällt vielen Gästen leicht, in der schönen tropischen Region rasch frische Energie zu tanken. Anders sieht es auf dem Rückflug aus. Um einigermaßen ungestört wieder im heimischen Zeitsystem Fuß zu fassen, lohnt sich während der Heimreise ein kurzer Aufenthalt an der amerikanischen Westküste. Viele Menschen verschmerzen auf diese Weise den Jetlag besser. Zudem bietet sich eine Gelegenheit für eine Shopping- oder Sightseeingtour in den beliebten Metropolen Los Angeles oder San Francisco.

Alle Wege nach Maui münden in Kahului

Die Inseln Hawaiis sind vom Festland etwa 4.000 Kilometer weit entfernt. Eine Alternative zur Anreise per Flugzeug, zum Beispiel eine Fährverbindung, existiert daher nicht. Reisende, die per Insel-Hopping neben Maui auch die anderen hawaiianischen Inseln erkunden möchten, sollten ihre Flüge rechtzeitig reservieren. Es gibt tägliche Flugverbindungen zwischen Honolulu und Kahului. Der Flughafen von Maui liegt in einem Tal und wird von zwei hohen Vulkanen umrahmt. Daher können kanalisierte Passatwinde für seitliche Einflüsse bis hin zu Turbulenzen beim Landeanflug sorgen. Der geltende internationale Flughafencode für Kahului, OGG, basiert auf dem Namen des Flugpioniers Bertram J. Hogg, der seinerzeit maßgeblich an der Einwicklung hawaiianischer Fluglinien beteiligt war.

Ferienunterkünfte auf Maui

Individualtouristen, die sich nicht scheuen, ihr Urlaubsgepäck im Rucksack umherzutragen und am liebsten ganz unabhängig die Gegend erkundigen, in der sie sich gerade aufhalten, finden auf den hawaiianischen Inseln wenige aber hinreichend verfügbare Hostels. Die Hostels oder Jugendherbergen sind zweckmäßige und preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten. Obwohl mancherorts sogar die Möglichkeit besteht, eigene Wäsche zu waschen und eine Halb- bis Vollpension zu bekommen, müssen Backpacker in einfachen Herbergen auf den feudalen Komfort eines 5-Sterne-Hotels verzichten.

Kontakte knüpfen in Bed and Breakfast Unterkünften

Selbst auf Hawaii gibt es urige Bed and Breakfast Häuser, die Gästen eine idyllische Oase sind. Der Vorteil bei einer etwas familiären Unterkunft liegt klar auf der Hand: Besucher bekommen Informationen und Tipps aus erster Hand. Sie erfahren direkt und ohne Umschweife, wo was los ist, welche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sie sich nicht entgehen lassen sollten. Zudem haben Hauseigentümer oftmals Insidertipps, die sie gerne und exklusiv an ihre Zimmergäste weitergeben. Diese Tipps können unendlich wertvolle Erfahrungen bringen, denn sie sind in keinem offiziellen Reiseführer nachzulesen.

Schicke Hotels und exklusive Resorts, die jeden Wunsch erfüllen

Bildschöne, parkähnliche Gartenanlagen mit Palmen, gepflegte, interessante Poollandschaften und Service zum Verwöhnen finden Hawaii-Urlauber in herrlichen Hotelanlagen auf Maui. Besondere Popularität genießen unter vielen die folgenden Gasthäuser:

  • Grand Wailea – ein Waldorf Astoria Resort
    Gäste schätzen die wunderbaren Blumenarrangements, die im ganzen Hotel blühende Farbkleckse setzen. Zuvorkommendes Personal reinigt die geräumigen Zimmer, die teils spektakuläre Meerblicke bieten, morgens und auch abends. Am lieblichen Badestrand nutzen Hotelgäste bequeme, kostenfreie Strandliegen zur Entspannung.
  • Kaanapali Beach Hotel in Lahaina
    Das Kaanapali Beach Hotel ist eine ältere, aber sehr gepflegte Unterkunft direkt an einem hübschen Strandabschnitt. Die Zimmerausstattung ist optimal. Hotelgäste können ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm wahrnehmen. Erdgeschosszimmer dieses Hauses verfügen zum Teil über eine Terrasse, von wo aus die Gäste direkten Zugang zum Pool haben.
  • Napili Kai Beach Resort
    Dieses Hotel liegt unmittelbar an einer malerischen Bucht. Gäste sind begeistert vom Baden am feinen Sandstrand und empfehlen das Schnorcheln im glasklaren Wasser der Bucht. Viele Hotelgäste buchen hier ein Studio, das etwas mehr Platz aufweist als ein übliches Doppelzimmer.

Sich im Urlaub wie zu Hause fühlen

Ohne die Gesellschaft zahlreicher anderer Touristen und vergleichsweise unabhängig und privat erleben Reisende Maui, die eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus auf der Insel buchen. Der luxuriösen Lage und Ausstattung von vorhandenen Mietimmobilien ist keine Preisgrenze nach oben gesetzt. Wer eine Wohnung auf Zeit mietet, erfreut sich an traumhaften Sonnenuntergängen ebenso wie an privaten Swimmingpools. Zentral gelegene Häuser, beispielsweise im Umkreis von Lahaina, liegen oft nur fußläufig vom nächsten Strandabschnitt entfernt. Auch Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sind in der Regel gut erreichbar. Für etwas abseits gelegene Unterkünfte empfiehlt sich die Reservierung eines Leihwagens. Angebote für Ferienwohnungen auf Maui finden Interessenten im Internet oder in Reisebüros.

Südseefeeling an den Stränden von Maui

Die fast 200 Kilometer lange Küstenlinie von Maui ist von umwerfend schönen Stränden gesäumt. Die feinsandigen Badestrände sind ein besonderer Anziehungsmagnet für die Besucher, die Jahr für Jahr zahlreich auf die Insel kommen. Immerhin fallen der Kaanapali Beach sowie der Kapalua Beach im Westen von Maui unter die ausgesprochen schönsten Strände der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika.

Wunderschön und voller Überraschungen: Der Kaanapali Beach

Realistischer kann ein Südseetraum kaum sein. Feiner Sand erstreckt sich auf einer Länge von insgesamt circa 4,8 Kilometern. In pittoresker Strandlage entstand vor Jahren das erste auf Hawaii geplante Resort überhaupt. Inzwischen teilen sich einige exklusive Hotels und Apartmentanlagen das schmucke Strandgebiet. Gäste bestaunen das Freiluft-Einkaufscenter „Whalers Village“. Hier locken interessante Geschäfte und außergewöhnliche Restaurants zum Verweilen. Zudem beherbergt das Center ein populäres Walfangmuseum. An vielen Tagen erleben Touristen ein hawaiianisches Unterhaltungsprogramm. Für sportliche Urlauber bietet die Strandregion zwei stilvolle Meisterschaftsgolfplätze. Zu den berühmtesten Attraktionen an Kaanapali Beach gehört zweifelsohne das allabendliche Klippenspringen. Vor traumhafter Sonnenuntergangskulisse springen die Teilnehmer vom Schwarzen Felsen, Puu Kekaa, in das Wasser. Währenddessen sind entlang der Klippe Fackeln angezündet. Das Ritual stellt die Heldentat eines geschätzten Königs von Maui, König Kahekili, nach.

Surferparadies Honolua Bay

Wassersportfans kommen bevorzugt in der Wintersaison zum Surfen an diesen Strand. Honolua Bay liegt an der Westküste der Insel Mau. Während der Winterzeit bildet das Meer an dieser Stelle imposante Hohlwellen, die für aktive Surfer atemberaubende und beispiellose lange Fahrten auf dem Brett ermöglichen. Wem Surfen zu riskant ist, der kann aus sicherer Entfernung von den Klippen oberhalb der Bucht die Sportler bei ihren waghalsigen Manövern beobachten. In dieser Bay tummeln sich jeden Winter professionelle Surfer. In den Sommermonaten, wo das Wasser ruhiger ist, stellt Honolua Bay ein attraktives Reiseziel zum Schnorcheln und für Taucher dar. Die Bucht bildet einen Teil des Mokuleia Maritim-Naturschutzgebietes. Taucher beobachten unzählige Arten von Fischen und bezaubernde Korallenformationen. Der Küstenstreifen der Bucht ist jedoch steinig und vergleichsweise klein – daher ist Honolua Bay nicht der richtige Strand für Sonnenanbeter.

Im Süden von Maui wartet Wailea

Fantastische sichelförmige Sandstrände und Golfplätze von Weltruf definieren den luxuriösen Urlaubsort Wailea. Die Ausblicke auf das Meer sind fulminant und atemraubend. Optimale Schwimmbedingungen und Möglichkeiten zum Schnorcheln bieten

  • Polo Beach,
  • Wailea Beach und
  • der Ulua Beach Park.

In den Morgen- und Abendstunden nutzen Spaziergänger und Jogger die fabelhaften Strände. Die Sonnenauf- und –untergänge schaffen eine glanzvolle Atmosphäre.

Strandwandern in Kihei

Die sonnenreichste und trockenste Region der hawaiianischen Insel Maui ist die Südwestküste. An dieser Küste liegt das Urlaubsparadies Kihei. Selbst die Könige Hawaiis kamen regelmäßig hierher, um Freizeit zu genießen. Der rund 9,6 Kilometer weit reichende Sandstrand lädt zu entspannten Wanderungen ein. Vom Strand aus haben Wanderer spektakuläre Sichten auf Lanai, Molokini, Kahoolawe und West Maui. In Kahei kann sich die gesamte Familie köstlich amüsieren. Neben wandern können Gäste am Strand auch surfen, schwimmen, Kajak fahren oder schnorcheln.

Der Strand von Kihei ist ein Traumstrand wie aus dem Bilderbuch. Auf dem Bild nicht zu sehen sind die weitläufigen, palmenbestandenen Parkanlagen vor dem Strandabschnitt. Sie sorgen für angenehme Kühle und machen den Aufenthalt zu einem echten Wellnesstag.

Klein und fein: Napili Beach

Morgendlicher Besuch von Meeresschildkröten ist am goldfarbenen Napili Beach keine Seltenheit. Das klare Wasser der kleinen Bucht eignet sich bestens für Stand-up-Padelling und zum Tauchen mit dem Schnorchel. Der tagsüber gut besuchte Strand liegt unweit der Stadt Lahaina. Viele Gäste machen zuerst einen Stadtbummel und erholen sich anschließend beim Bad in den herrlichen Wellen vor der Napili Beach.

Überwältigende Sehenswürdigkeiten auf Maui

Nichts für schwache Nerven: Die Straße nach Hana / The road to Hana

Ein Höhepunkt für Maui-Besucher ist eine Fahrt auf der Straße zum Ort Hana. Der Weg beginnt am Flughafen Kahului als Highway Nummer 36. Nach knapp 16 Kilometern wird die Straße zum Highway Nummer 360. Ab hier beginnt der kurvenreiche Teil. Neben Serpentinen und Windungen gibt es massenweise Brücken. Für den Fahrer gilt es, mehr als 600 Kurven, teils in Haarnadelform, und über 50 Brücken, teils nur einspurig befahrbar, zu bewältigen. Aufgrund der komplizierten Streckenführung funktioniert diese Tour durch den Regenwald mit betörender Langsamkeit. Für die gesamte Strecke von etwa 85 Kilometern benötigen Reisende mitunter bis zu vier Stunden. Im beschaulichen Ort Paia steht die einzig verfügbare Tankstelle. Wer sich auf den Weg macht, erfreut sich an traumhaften Ausblicken auf das blaue Meer oder die beeindruckenden Täler nah Wailua. Tosende Wasserfälle und üppige Wälder lassen die Fahrt zu einem echten Abenteuerausflug werden.

Urwüchsige Ortschaft Hana

Hana ist ein Ort, der als einer der letzten originären, unberührten Ortschaften ganz Hawaiis gilt. Hier leben noch viele Inselbewohner. Abgeschieden von den touristischeren Regionen Mauis gibt es hier nur ein recht nobles Hotel und einige private Anwesen von Ausländern. Viel mehr als einen kleinen Laden und Obststände hat Hana für Besucher nicht zu bieten. Die unvergessliche Natur und Serpentinenstraße auf dem Wege hierher sind die wahren Attraktionen.

Baden im Naturwasser in den Pools of Oheo

In der Oheo-Schlucht laden terrassenförmige Wasserbecken, die komplett naturbelassen sind, Gäste zum Baden ein. Die Becken liegen rund 16 Kilometer in südlicher Richtung von Hana entfernt. Die Fahrt mit dem Auto von Hana bis zu den Pools dauert nicht mehr als eine Viertelstunde. Die Naturbecken werden von natürlichen Wasserfällen gespeist. Der Ursprung der Flüsse, die das Wasser liefern, liegt ein Stück weiter im Landesinneren der Insel. Im englischen heißt die Sehenswürdigkeit auch „Seven Sacred Pools“ – sieben heilige Becken.

Der Hafen von Lahaina

Vormals war Lahaina das königliche Zentrum von Maui. In der Stadt war der Hofstaat des Königs Kamehameha angesiedelt. Die Stadt liegt unterhalb der erheblich zerklüfteten Berge von West Maui. Am Fuße des Gebirges herrscht extreme Regenarmut. Der Name Lahaina soll übersetzt so viel wie „gnadenlose Sonne“ bedeuten. Der Hafen der Stadt war einst eine bedeutende Anlaufstelle für Seefahrer aus aller Herren Länder. Durch die Walfischjagd wuchs die Rolle des Hafens für die Inselbewohner in höchstem Maße an. Ab circa 1819 fingen Fischer auf Maui Buckelwale. Die riesigen Fische verwerteten die Menschen nur zum Teil. Der Tran der Wale war ein wesentlicher Brennstoff für die Insulaner, die daraus Lampen und Kerzen fertigten. Seit vielen Jahren ist die Walfischjagd – bis heute – untersagt. Als Brennstoff kam günstiges Erdöl auf die Insel, was den Walfang zusätzlich unattraktiv machte. Nichtsdestoweniger ist der Hafen von Lahaina auch heute noch ein beliebter Anlaufpunkt. Große und kleine Yachten sowie Fischerboote, die täglich frische Fänge einholen, legen permanent dort an. In die historischen Häuser der Altstadt Lahainas sind Galerien und Boutiquen eingezogen, die ihre Waren Touristen feilbieten. Auf dem Marktplatz steht der größte Banyanbaum Amerikas. Die Bengalische Feige spendet dem Platz in der grellen Mittagssonne angenehmen Schatten.

Hawai - Volcano National Park

Ein Blick auf den Volcano National Park

Naturwunder des Nationalparks Haleakala

Der Haleakala ist – wie schon erwähnt – mit einer Höhe von 3.055 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Gipfel der hawaiianischen Insel Maui. Der Gipfel mit den sanft aufsteigenden Hängen ist von fast jedem Punkt der Insel aus sichtbar. Die Bezeichnung Haleakala meint zu Deutsch „Haus der Sonne.“ Einer Legende zufolge soll der Halbgott Maui die Sonne auf ihrem Weg über den Himmel eingefangen haben. Dabei stand er auf dem Gipfel des Vulkans. Sein Ziel war es, den Sonnenuntergang zu bremsen, damit der Tag länger dauerte. Der Nationalpark um den Vulkangipfel ist etwa 120 Quadratkilometer groß. Auf dem öffentlichen Grund gibt es drei Besucherzentren. Weitreichende Flächen der Natur sind unverändert geblieben. Neben tropischen Regionen mit Bachläufen und Wasserfällen erfreuen sich Inselbesucher an wüstenartigen Landschaften und Wanderungen in greifbarer Nähe zu den Wolken. Eine Fahrt zum höchstgelegenen Besucherzentrum ermöglicht frühmorgens das Beobachten des Sonnenaufgangs. Selbst Gäste, die schon mehrere Sonnenaufgänge an diesem besonderen Ort genossen haben, kehren immer wieder und behaupten, dass es kein zweites Mal einen gleichen Sonnenaufgang gibt. Jeder Morgen ist einzigartig. Vom Besucherzentrum nehmen Urlauber an geführten Rundwanderungen teil und erfahren Wissenswertes über die Natur des Vulkans. Naturliebhaber, die sich für die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten begeistern, deren Bestand auf der Erde teils gefährdet ist, können am Krater des Haleakala auf zwei Campingplätzen verweilen. Der riesige Krater des Vulkans dehnt sich auf 49 Quadratkilometer aus. Über Jahrtausende haben heftige Regenfälle das Kraterbecken ausgewaschen. Dicke Schichten von Bims und Asche formen die direkte Umgebung. Wer kein Frühaufsteher ist, findet Gefallen an den herrlichen Sonnenuntergängen, die ebenfalls vom Gipfel aus betrachtet einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.

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