Inseln

Kauai – Garteninsel mit spektakulärer Küstenlandschaft

Zu Kauai sagen die Menschen auch grüne Insel oder Insel der Blumen. Die Luft duftet aromatisch und das Klima ist mild. Das klare Wasser in den Buchten wechselt zwischen sanften Wellen und extrem starker Brandung ab. Kauai ist die viertgrößte Insel der Inselkette Hawaii und sie ist die älteste. Entsprechend üppig ist ihr Bewuchs, der viel Zeit und fruchtbaren, vulkanischen Boden hat, um zu gedeihen.

Spitze Berggipfel und die stark zerklüfteten Klippen prägen schon den ersten Gesamteindruck beim Anflug auf die Insel. Die tropischen Regenwälder haben sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt und oben in den Bergen befindet sich einer der regenreichsten Flecken der Welt. Hier fällt so viel Regen, dass die Menge ausreicht, um die gesamte Insel mit Frischwasser zu versorgen. Rauschende Wasserfälle suchen sich ihren Weg hinunter zur Küste.

Selbstversorger leben an der Napali Coast

Tatsächlich gibt es an der Napali Coast, eine der spektakulärsten Küsten, die Hawaii überhaupt zu bieten haben, ein Camp, in dem Menschen mit wenig Bezug nach draußen leben. Sie ziehen sich bewusst von der Außenwelt zurück. Die Einsiedler bauen ihr Gemüse selber an, halten Tiere und unterrichten ihre Kinder in Eigenregie. Was in Deutschland kaum vorstellbar ist, ist auf Kauai Realität. Wasser gibt es reichlich und die alternativ denkenden Menschen haben ihre gärtnerischen und handwerklichen Fertigkeiten über die Jahre so stark verbessert, dass sie schmackhaftes Gemüse und Obst mit großem Erfolg zur Selbstversorgung anbauen. Wer hier vorbeigeht, fühlt sich nicht als Fremdling, sondern wird herzlich begrüßt. Toleranz und „Hang Loose“, die allgemein entspannte Lebenshaltung auf Hawaii, praktizieren die Menschen hier par excellence.

Verwunschene Täler und unentdeckte Regionen

Manche Regionen auf Kaui sind zu Fuß nicht zu erreichen. Lediglich mit einem kleinen Buschflugzeug oder mit dem Boot lässt sich die unberührte Natur von Touristen entdecken. Ob durch die Luft oder über das Wasser, die Aussicht auf die Insel ist aus jeder Perspektive wahrhaftig atemberaubend. Doch nicht nur die dramatische Schönheit der Insel zieht Besucher in ihren Bann. Auch viele Freizeitaktivitäten, die natürlich allesamt draußen stattfinden, prägen den Alltag von Bewohnern und Urlaubern gleichermaßen. Kajakfahren, Schnorcheln, Wandern, Surfen oder Reiten – es gibt vieles, was die Zeit vertreibt und den stressigen Alltag zu Hause vergessen lässt.

Geschichte von Kauai

Die uralte Geschichte von Kauai verfügt über einen reichen Schatz an Legenden. Eine der Legenden, die weit über ihre Grenzen hinaus bekannt ist, ist die Legende der Menehune. Die Menehune sind demgemäß ein kleinwüchsiger Völkerstamm. Der Sage nach leben sie weit in den Wäldern zurückgezogen. Über Nacht in der Dunkelheit kommen sie heraus und beweisen architektonisches Geschick: Sie errichten Wasserbauwerke wie Fischteiche und Tümpel. Wer einen Ausflug nach Lihue macht, findet ein eindrucksvolles Beispiel eines Menehune-Fischteichs. Der Alekoko ist fast 1000 Jahre alt und seit 1973 als historische Stätte geschützt. Ihr Bau durch die Menehune soll so abgelaufen sein: Das kleinwüchsige Volk bildete eine Menschenkette über 40 Kilometer und reichte die Steine in einer Nacht von Hand zu Hand. Aus den Steinen entstand ein Becken, in dem sich Wasser ansammelte und Fische ansiedelten.

Captain Cook entdeckte als erster Europäer Kauai

Kauai hat noch viel mehr zu bieten als versteckte Völkerstämme in unzugänglichen Waldgebieten. Der Entdecker Captain James Cook landete hier in der Waimea Bucht. Im Zentrum von Waimea steht heute ein Denkmal von ihm. Cook gab der hawaiianischen Inselkette den Namen „Sandwich-Inseln“, abgeleitet vom Earl of Sandwich. Unter diesem Namen wurde Hawaii zunächst bekannt. Heute weiß kaum noch jemand mit dem Begriff der Sandwich-Inseln etwas anzufangen.

Kauai lehnte sich gegen König Kamehamea I. auf

Ebenfalls in die Zeit von Captain Cook fällt der Widerstand der Einwohner Kauais. Zusammen mit Niihau, einer winzig kleinen Nachbarinsel, widersetzten die Bewohner sich den kriegerischen Unterwerfungsbemühungen, die König Kamehamea I. unter seiner Herrschaft realisieren wollte. Der Widerstand der Insulaner war so nachhaltig, dass der König sich entschied, keine Waffengewalt anzuwenden. Die Vereinigung ging erst später mit König Kaumualii friedlich vonstatten.

Zuckerrohr auf Kauai

In Old Koloa Town eröffnete 1835 die erste Zuckermühle. Touristen begeben sich heute zum Nachempfinden der Geschichte auf einen Pfad, den Koloa Heritage Trail. Er führt in 14 Stationen an der Südküste entlang und umfasst 16 Kilometer. Auf der kleinen Tour erfahren Besucher alle wichtigen Informationen über die Region zwischen Koloa und Poipu. Unter anderem ist zu lesen, dass Mitte des 19. Jahrhunderts der Walfang vom Zuckeranbau abgelöst wurde. Mehr als 350.000 Einwanderer aus der ganzen Welt machten sich auf, um auf Hawaii auf den Zuckerplantagen Geld zu verdienen. Doch der Boom ist längst vorbei: 1995 schloss die letzte Zuckerrohrmühle ihre Tore. Der Tourismus ist aktuell die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner.

Steile Klippen, ruhige Buchten. Kauai ist beliebter Drehort für viele Abenteuer-Filme.

Geografie und Karten von Kauai

Kauai ist eine fast runde Insel. Sie ist 60 Kilometer lang und 45 Kilometer breit. Der höchste Berg auf dem Eiland ist der Kawaikini. Er misst 1.598 Meter. Insgesamt leben knapp 64.000 Einwohner auf einer Fläche von 1434,6 qm², die meisten von ihnen in Lihue, der Hauptstadt der Insel. Überhaupt gibt es nur eine Handvoll Orte, die sich fast ausschließlich an der Route 50 befinden. Es ist die Straße, die weit im Westen ihren Anfang nimmt und mehr als Dreiviertel der Insel über die Südküste umrundet. Die nordwestliche Küste ist allerdings überhaupt nicht durch Straßen erschlossen. Neben Lihue gibt es im Wesentlichen noch diese Orte:

  • Kekaha
  • Waimea
  • Hanapepe
  • Eleele
  • Kalaheo
  • Koloa
  • Poipu
  • Hanamaulu
  • Anahola
  • Kilauea
  • Hanalei

Die folgende Übersicht zeigt die Fahrzeiten zwischen dem Airport in Lihue und den Hauptorten der Insel:

Lihue Airport nach Hanpepe ½ Stumde
Kalalau 1 ½ Stunden
Koloa ½ Stunde
Poipu ½ Stunde
Wailua ¼ Stunde
Waimea 1 Stunde

Die Entfernungen auf der Insel sind zwar kurz, aber die Straßen zum Teil sehr kurvig. Deshalb braucht es einen stabilen Magen und einer gewissen Schwindelfestigkeit, um eine Fahrt ohne erzwungenen Zwischenstopp zu überstehen.

Unüberschaubar viele Traumstrände auf Kauai

Hawaii ist nicht nur eine grüne und vegetationsreiche Insel, sie verfügt auch über zahllose Strände. Einer ist schöner als der andere, die gesamte Kulisse ist malerisch. Etwa die Hälfte der Küste ist von Stränden gesäumt. Landschaftlich verfügt Kauai über einige Highlights.

  • Zum einen gibt es den Waimea Canyon, der auch als „Grand Canyon des Pazifiks“ bezeichnet wird. Ein Grund ist seine rote Farbe, die rein optisch an den großen Grand Canyon in Arizona erinnern. Der Waimea Canyon ist eine Miniaturausgabe davon, obgleich die Dimensionen sehr beeindruckend sind. Der Canyon ist 22 Kilometer lang und an der breitesten Stelle misst er über 1.600 Meter. Seine Tiefe mit 1.097 Metern ist beeindruckend. Touristen, die zum Lookout (= Aussichtspunkt) fahren, können über die wilden Bergspitzen auf dramatisch zerklüftete Felsspalten blicken.

Aus geographischer Sicht ist die eingangs erwähnte Napali Coast besonders spannend. Sie ist so schön, dass es immer wieder Filmemacher hierher zieht. Die Küste ist 27 Kilometer lang und wegen der harten Brandung und dem ständigen Einwirken von Wind sehr stark zerklüftet. Über 400 Meter hohe Klippen mit steilen Flanken reichen bis in das rastlose Meer hinein. Wasserfälle stürzen aus schwindelerregenden Höhen hinunter. Meeresgrotten prägen diesen Küstenabschnitt und machen ihn zu einem Hot Spot für Taucher. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, die Napali Küste zu entdecken. Ein Wanderweg führt entlang, der Trittsicherheit und Ausdauer erfordert. Touristen müssen mindestens eine Übernachtung einplanen. Eine andere Variante ist eine Entdeckungstour vom Wasser aus.

Klima auf Kauai

Klima auf Kauai

Es gibt nicht nur ein einzelnes Klima auf Kauai, sondern es existieren gleich sieben unterschiedliche Mikroklimazonen. An der Westküste herrschen wüstenähnliche klimatische Bedingungen. Das Zentrum Kauais wird von subtropischen Einflüssen bestimmt. Ein Niederschlag von unglaublichen 10 Metern pro Jahr pro Quadratmeter machen diesen Ort zu einem der regenreichsten Orte der Welt. Im Rest der Insel hält sich der Niederschlag in Grenzen. Im Westen regnet es gerade einmal 50 Zentimeter pro Jahr auf den Quadratmeter. Außerdem fällt der Regen überwiegend in der Nacht. Tagsüber sorgen leichte Sprühregenfälle vor strahlendem Sonnenschein für die farbenprächtigen Regenbögen. Diese sind auf Kauai besonders häufig zu sehen.

Die Insel liegt in einer tropischen Klimazone, begünstigt von nordöstlichen Passatwinden. Mit 26 °C bis 29 °C herrscht hier ein sehr angenehmes Klima – und das rund ums Jahr. Etwas mehr Regen fällt in den Wintermonaten, trocken ist es zwischen Ende März und Mitte September. Beste Reisezeit: ganzjährig.

Die erste Reise nach Kauai

Wer auf Kauai in Lihue landet, hat eine kleine Odyssee hinter sich, die sich jedoch lohnt. Kauai wird über Honolulu angeflogen, wobei Direktflüge von Deutschland nach Honolulu nicht zu kriegen sind. Mit mindestens einem Zwischenstopp müssen Reisende rechnen. Am besten erfolgt die Anreise über Frankfurt in die Vereinigten Staaten, zum Beispiel mit Zwischenlandung in San Francisco. Von dort aus geht ein Flieger nach Honolulu mit anschließendem Umstieg in eine kleine Maschine nach Lihue. Manche amerikanische Airlines bieten den Direktflug vom amerikanischen Festland nach Lihue an. Inklusive Umsteigezeit sind mindestens 20 Stunden für die Reise ab Deutschland einzuplanen.

Bei der Ankunft in Lihue erwartet die Reisenden eine milde Brise und üppige Blumenrabatten am Flughafen, denn es ist ein kleines Gebäude mit offener Architektur, das sich in die Landschaft einfügt. Da die Fahrzeiten in die Ortschaften Kauais zwischen 30 und 90 Minuten dauern, ist es fast egal, für welchen Ort Touristen sich entschieden haben. Empfehlenswert sind natürlich Orte mit attraktiven Hotels und Beach Resorts, die den Aufenthalt auf Kauai zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Hotels und Beach Resorts auf Kauai

Beach Resorts auf Kauai

Hanalei Bay – ein kilometerlanger paradiesischer Sandstrand für Badenixen und Wassersportler.

Urlaub am Strand ist für viele Menschen der Inbegriff von Entspannung und Entschleunigung. Freie Zeit am Rande eines herrlich blauen oder grünlich schimmernden Wassers mit Wellengang und feinem, sauberen Sandstrand zu verbringen, bedeutet eine bildschöne Abwechslung vom Arbeitsleben und der heimischen Umgebung. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich daher Beach Resorts. Viele der zumeist geschlossenen und per Zutrittskontrolle überwachten Anlagen besitzen einen direkten Zugang zu einem teils privaten Strandabschnitt. Hier erholen sich Gäste in einem sicheren und gepflegten Umfeld. Reisende fühlen sich auf Kauai in den nachstehenden Beach Resorts und Hotels überragend wohl:

  • Grand Hyatt Kauai Resort & Spa
    Die weitläufige Anlage vermittelt trotz ihrer Größe nicht das Gefühl, dass Gäste sich hier verlaufen oder verlieren könnten. Sie bietet einen sensationellen Garten und einen kleinen Privatstrand mit einem herrlichen Felsen. Die geräumigen Zimmer verfügen über jeglichen Komfort und sind komfortabel und schmuck eingerichtet. Die Poollandschaft ist ein weiteres Highlight dieses populären Beach Resorts.
  • Aston Islander on the Beach
    Nur etwa 15 Autominuten vom Flughafen entfernt liegt dieses gefragte Hotel. Seine Lage direkt an einem schönen Sandstrand eignet sich hervorragend, um die Insel zu erkunden. Wegen der Winde auf Kauai herrscht am Strand fast immer ein lebendiger Wellengang. Die behaglichen Zimmer verfügen jeweils über eine kleine Küchenzeile. Ein eigenes Restaurant besitzt das Haus nicht. Gäste speisen in den Bars und Gaststätten in der Nachbarschaft, wo sie die hawaiianische Küche genießen.
  • Sheraton Kauai Resort
    Am attraktiven Poipu Beach finden Reisende das Sheraton Kauai Resort. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden mit hellen, ruhigen Zimmern. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Der größere der beiden vorhandenen Pools grenzt direkt an den Strand. Hier kommen dank der Wellen auch Surfer voll auf ihre Kosten. Das Hotel betreibt ein eigenes Restaurant. In fußläufiger Entfernung gibt es ein Dorf mit Shopping-Möglichkeiten. Der Süden von Kauai ist für zahlreiche Touristen ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Ausflüge.

Strände auf Kauai

Die Traumvorstellung der Südsee, die sich jeder für sich ausmalt, wird auf der Garteninsel Kauai zu einer betörenden Realität. Auf einer gesamten Küstenlänge von rund 180 Kilometern erstrecken sich circa 70 Strände. Die meisten Strände auf Kauai sind scheinbar unberührt und von wohltuender Ruhe und Stille. Keine andere zu Hawaii gehörende Insel bietet mehr Strandabschnitte. Im Süden der Insel bevorzugen Touristen die Strände zum Baden. Die an der Ostseite von Kauai gelegenen Strände sind ein Paradies für Schnorchler, Taucher und Windsurfer. Fast alle Küstenregionen bestehen aus weißen Sandstränden. Schwarze Strände gibt es auf Kauai nicht. Manche Strände wirken gräulich und sind von kleinen Steinen und Felsen durchzogen. Besucher schätzen insbesondere

  • Poipu Beach im Süden,
  • Haena Beach, Lumahai Beach, Hanalei Bay und Kee Beach im Norden.

Gerade in den Wintermonaten, in der Zeit zwischen Oktober und März, ist der Wellengang an der Nordküste Kauais so stark, dass das Meer zum Schwimmen zu unruhig ist. Ein geschützter Schwimmbereich befindet sich an der Ostküste: Lydgate Beach.

Hanalei Beach ist fast zweieinhalb Kilometer lang. Die pittoreske Bucht wird von der attraktiven Landschaft der Koolau-Berge und der dazugehörigen Wasserfälle eingerahmt. Im Sommer erfreuen sich Touristen an dem abwechslungsreichen Wassersportangebot. Neben Baden und Surfen sind dann Kajak fahren, Kite-Surfen und Body-Boarden angesagt. In der Winterzeit ergeben sich im Wasser starke Strömungen, die das Baden unmöglich machen. In dieser Jahreszeit ist Hanalei Beach ein Paradies für begabte Surfsportler.

Auf Kauai kommen selbst Nacktbadefans nicht zu kurz. Kauapea Beach, der ebenfalls Secret Beach genannt wird, befindet sich gut versteckt an der Nordküste der Insel. Schwimmen ist hier lediglich in der Sommerzeit möglich, da sonst die Strömungen zu heftig sind. Die Lagunen und der Wasserfall sind die Aushängeschilder dieses abgelegenen Strandes. Besucher erfreuen sich an den vorüberschwimmenden Walen und Delfinen, die sie im Sommer beobachten.

Ausflüge und Sehenswürdigkeiten auf Kauai

An der Nordküste von Kauai, auch North Shore genannt, liegen sehenswerte Highlights. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Zum einen präsentiert sich die Insel hier mit den stark zerklüfteten Bergen, auf der anderen Seite sind üppige Tarotfelder zu sehen. Schöne Sandstrände und satte Regenwälder runden die landschaftlichen Reize ab. Unternehmungslustige Urlauber erleben auf Kauai spannende Abenteuer, die sich für die ganze Familie eignen. Und auch Golfspieler finden Gefallen an den erstklassigen Golfplätzen, die jeder mit einem exzellenten Terrain sowie einer individuellen, grandiosen spielerischen Herausforderung aufwarten. Insgesamt gibt es fünf ausgezeichnete Golfplätze auf Kauai:

  1. Poipu Bay Golf Course,
  2. Kiahuna Golf Club,
  3. Princeville Golf Club,
  4. Kauai Lagoons Golf Club und
  5. Puakea Golf Course.

Unerschöpfliche Naturschauspiele auf Kauai

Auf keinen Fall sollten Kauai Reisende das „Sprudelnde Horn“, das Spouting Horn verpassen. Das einzigartige Naturschauspiel ist unvergleichlich. Es befindet sich an der Südküste der Insel. Eine Lava Formation spritzt regelmäßig während der Flut und bei hohem Wellengang einen enormen Wasserstrahl in die Luft. Der Strahl des natürlichen Springbrunnens erreicht mitunter eine Höhe von bis zu 18 Metern.

Einen unvergesslichen Eindruck nehmen Gäste vom bereits vorgenannten „Grand Canyon des Pazifiks“ mit. Der Waimea Krater, auch Waimea Canyon, liegt im westlichen Teil der Insel Kauai. Die Schlucht im Felsen ist so lang und beeindruckend tief, dass die Ausblicke Ehrfurcht gebieten. Zu Recht ist der Krater eines der beliebtesten Ausflugsziele auf der Insel.

Ein Kessel völlig anderer Natur ist der Waialeale Krater. Obgleich es im südlichen Teil der Insel Kauais nur wenig regnet – die Niederschlagswerte in Poipu betragen durchschnittlich 86 Zentimeter – existiert auf der Insel der nasseste Fleck der Erde. Hierbei handelt es sich um den Berg oder Mount Waialeale. Sportliche Urlauber wandern entlang des Kraters. Auch aus der Luft, bei einem Helikopterrundflug, bewundern viele Touristen die zahlreichen vom Berg aus auftretenden Wasserfälle.

Wer sich für die Flora und Fauna begeistert, findet im Alakai Wildschutzgebiet ein wahres Himmelreich. Das Gelände des Schutzgebietes umfasst eine Fläche von rund 3.800 Quadratkilometern. Innerhalb des Parks liegt der 16 Kilometer lange gleichnamige Sumpf. Hier leben etliche seltene Tier- und Pflanzenarten.

Eine Aussicht spektakulärer als die nächste

Ganz im Norden der Insel liegt das Kilauea Point Light House. Der Leuchtturm selbst ist nicht die herausragende Attraktion. Vielmehr ist das Schutzgebiet der Halbinsel mit dem Turm sehenswert. Die Aussicht auf die Küste ist fantastisch. Neben interessanten Vogelarten sehen Besucher mit etwas Glück springende Buckelwale.

Das „Grove Farm Sugar Plantation Museum“ in Lihue gewährt einen informativen Einblick in die Zeit, als Zuckerrohr auf Zuckerplantagen angebaut wurde. Das heimatkundliche Museum wird Gästen von freiwilligen Touristenführern näher gebracht. Ein spannender Ausflug, bei dem alle Familienmitglieder etwas über die Hintergründe der früheren Landwirtschaft und Handelsaktivitäten von Kauai erfahren.

Naturbegeisterte Hawaiiurlauber werden vor allem die vielen botanischen Gärten von Kauai auskosten. Der tropische, malerische Lawai Garten wird als einziger vom US-Kongress bewirtschaftet. Die Ansammlung von tropischen Pflanzen und Blumen begeistert nicht nur Hobbygärtner, sondern selbst Menschen, die überhaupt keinen „grünen Daumen“ haben. Direkt an den Lawai Garten grenzt der Allterton Garten an, in dem Besucher diverse charakteristische Baumsorten bestaunen. Auf Kauai finden Besucher jeden Alters und jeglicher Herkunft ein wahres Südseeparadies.