Hawaii

Was viele nicht wissen: Hawaii ist keine Insel, sondern eine Inselgruppe, die aus acht einzelnen Inseln besteht. Diese Inselgruppe ist ein sehr beliebtes Reiseziel, mit mehr als 8,5 Millionen Besuchern pro Jahr, also mehr als 500.000 Besucher pro Monat. Dabei ist der Hauptanziehungspunkt die Insel Oahu, die jährlich über 5 Millionen Touristen besuchen. Natürlich sind amerikanische Staatsbürger dabei überrepräsentiert, dennoch kommen die Touristen aus der ganzen Welt. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den amerikanischen Bundesstaat, weshalb das staatliche Touristenbüro tatkräftig bei der Werbung für mehr Touristen hilft. Besonders beliebt ist Hawaii bei den frisch Vermählten. Rund 100.000 Brautpaare heiraten jedes Jahr auf Hawaii, viele weitere Pärchen verbringen ihre Flitterwochen dort.

Hawaii – Sehenswürdigkeiten auf den einzelnen Inseln

Oahu – Honolulu, Waikiki und ganz viel Romantik

Oahu ist die beliebteste der hawaiianischen Inseln, die dort beheimatete Stadt Honolulu eine der faszinierendsten Städte der Welt. Hier stehen die Wolkenkratzer zwischen türkisfarbenem Ozean und grünen Bergketten, erloschene Vulkankrater befinden sich mitten in der Stadt und der Strand von Waikiki ist in erreichbarer Nähe. Aber Oahu ist nicht nur Honolulu und Waikiki. Auf Oahu, hinter den Wolkenkratzern von Honolulu ist ein noch sehr ursprüngliches Hawaii mit märchenhaften Landschaften und Naturschätzen zu finden.

Big Island –  die Insel der Vulkane

Big Island heißt eigentlich Hawaii, aber selbst bei den Einheimischen ist der Name Big Island geläufiger. Diese Insel ist weit weniger hektisch und der Treffpunkt für Entdecker. Nachts tauchen und dabei Mantas sehen, Vulkankrater erkunden, brodelnde Lava beobachten oder einfach nur den Strand und die polynesische Gelassenheit genießen – das sind nur einige der Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse, welche die Insel zu bieten hat. Dort findet auch das alljährliche und weltbekannte Ironman-Triathlon statt.

Kauai – Garteninsel mit spektakulärer Küstenlandschaft

Kauai ist die Insel für Hochzeitsfotos, hoffnungslose Romantiker, Individualisten und Wanderer, die Insel für Genießer. Wunderschöne Sonnenuntergänge sind hier an der Tagesordnung. Goldgelbe Strände laden zum Relaxen ein. Die Vielfalt auf der Insel ist überwältigend – Wasserfälle, Strände, Blumen, Flüsse, verschlungene Pfade. Kauai selbst ist eine der Haupt-Sehenswürdigkeit der Hawaiianischen Inselkette und wird auch Garteninsel genannt. Diese Naturkulisse war schon Schauplatz für zahlreiche Filmproduktionen, so zum Beispiel Jurrassic Park oder King Kong.

Maui – Surfer Hot Spot und Liebling der Taucher

Maui ist die vielfältigste Insel der Inselgruppe. Wer einen Querschnitt aus allem, was Hawaii an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, erleben möchte, sollte diese Insel besuchen. Urtümliche Naturschönheiten, tropische Regenwälder, tosende Wasserfälle, wilde Vulkanlandschaften und dazu herrliche Badestrände, Möglichkeiten zum Windsurfing oder Shopping und Attraktionen. So sind im Maui Ocean Center in einem 16 Meter langen Glastunnel mehr als 2.000 Fische zu beobachten. Dabei sind Rochen, Tiger- oder Hammerhaie. Darüber hinaus beherbergt das Maui Ocean Center das größte Salzwasseraquarium auf Hawaii mit 2,8 Millionen Liter Wasser.

Molokai – klein und exklusiv

Die auf Molokai gelegene Hafenstadt Kaunakakai hat keine Ampeln. Das Leben ist geruhsam und friedlich. Fischer fahren täglich aufs Meer, Bauern verkaufen frisches Obst und Gemüse von den nahe gelegenen Feldern. Kaunnakakai ist der richtige Ort, um einfach die Seele baumeln zu lassen und die Kraft zu spüren, von der die Insel beschützt wird. Der Überlieferung nach kommt der Hula aus Maunaloa. Halawa Valley hat unbeschreibliche Naturschönheiten zu bieten und Kalaupapa ist nur über einen schmalen Pfad zu Fuß oder mit einem trittsicheren Maultier zu erreichen. Der Pfad ist 6,5 km lang, ein Fußmarsch dauert ca. vier Stunden. Diese Halbinsel war einst eine Quarantäneinsel für Leprakranke und darf heut nur in Begleitung eines kundigen Führers besucht werden, um die Privatsphäre der Einwohner zu schützen.

Lanai – goldene Marslandschaft garantiert außergewöhnliche Ferien

Wer sich am Ende seiner Tour durch die Hawaii Sehenswürdigkeiten etwas Ruhe gönnen möchte, sollte unbedingt Lanai besuchen. Die Insel ist auf Luxus-Tourismus spezialisiert, hat neben einem Resort auch eine Lodge mit spitzenmäßigem Service. Zum Entspannen bieten sich traumhafte Strände und außergewöhnliche Golfplätze an. Wer die Insel einfach nur kennenlernen möchte, kann dies bei einem Tagesausflug von Maui aus tun. Die beliebteste Sehenswürdigkeit auf der Insel Lanai ist Keahiakawelo, Garden of Gods. In marsähnlich roter Landschaft sind Wackersteine in den unterschiedlichsten Größen und Formen zu finden. Die imposante und bizarre Landschaft ist sehr eindrucksvoll, insbesondere in der Dämmerung, wenn die Sonne die Hügel in goldrotes Licht taucht.

Niihau – die verbotene Insel

Niihau ist die Robinson-Insel, und das nicht nur, weil sie sich im Privatbesitz der Familie Robinson befindet, sondern vor allem wegen der Lebensweise. Hier gibt es weder Telefon, Auto, Strom oder Geld noch ärztliche Versorgung. Die etwa 150 Einwohner leben seit 1915 wie Robinson Crusoe, auf traditionelle hawaiianische Weise. Zahlungsmittel sind Muscheln, als Transportmittel dient das Pferd. Zigaretten und Schnaps sind verpönt. Allerdings gibt es heute zumindest im Schulhaus einen Computer, der mit Solarenergie gespeist wird. Damit diese Lebensweise bewahrt bleibt, ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die „verbotene Insel“ kann nur bei einem Helikopterflug besichtigt werden oder bei einer Bootstour mit Schnorchel-Stopp in Niihau.

Kahoolawe – verlassen, vergessen und einsam

Kahoolawe ist die verlassene Insel. Da die Insel sehr regenarm ist und über sehr geringen Pflanzenwuchs verfügt, ist sie für Ansiedlungen nicht geeignet. Es gab Ansiedlungen, wobei die Anzahl der Bewohner nie über 200 lag. Eine Zeitlang war die Insel auch ein Gefängnis, ähnlich wie die Gefängnisinsel Alcatraz. Die Insel gilt als Heimat von Kanaloa, dem Totengott, und ist für die Hawaiianer heilig. Deshalb sind dort viele Tempel und Kultstätten errichtet. In früheren Zeiten soll Kahoolawe eine wunderschöne grüne Insel gewesen sein, mit Blumen und Pflanzen. Aber dann wurden Gänse auf die Insel gebracht, die die Vegetation zerstörten und eine trocken und felsige Landschaft hinterließen. Die starken Meereswinde haben ihren Teil zu dieser Entwicklung beigetragen.

Fazit – Hang Loose and Surf On

Eine Reise nach Hawaii verspricht sehr viel Abwechslung. Wer die verschiedenen Inseln besucht, bekommt den Eindruck jedes Mal eine lange Reise hinter sich zu haben, so unterschiedlich muten die einzelnen Inseln an. Vielfältige Inselwelten locken abenteuerlustige Outdoorfans genauso an wie Surf-Begeisterte und Naturliebhaber. Romantische Fleckchen, bizarre Vulkanlandschaften oder polynesische Gelassenheit sind hier neben vielen Naturschauspielen zu finden.